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neugeboren


gerade sass ich auf unserer terrasse und genoss die herrlich warmen sonnenstrahlen auf meiner haut.

der frühling ist endlich da; draussen wie auch in meinem herz...


vor einer woche wurde ich erneut am kopf operiert und bin seither [zumindest auf die alten schmerzen bezogen] fast schmerzfrei! es ist ein so schönes und unbeschreibliches gefühl, nach fast zwei jahren einige tage am stück ohne schmerzen sein zu dürfen.

dazu noch das schöne warme wetter, meine familie um mich herum; ja es fühlt sich wirklich "neugeboren" an.

es war ein langer, sehr anstrengender weg bis zu diesem tag, aber es hat sich gelohnt! ich bin unendlich dankbar - dafür, dass ich nicht aufgegeben habe, dafür dass ich so wunderbare menschen um mich herum habe, die mir stets zur seite stehen, mir zuhören, mich unterstützen und ermutigen.

ich danke meinem lieben mann marc dass er nicht von meiner seite weicht, mich unterstützt und in den arm nimmt, egal welcher gemütszustand mich gerade umgibt und ich danke meiner wundervollen familie für all die liebe, das verständnis und hilfe in den letzten jahren. ich möchte und werde nicht daran denken, was ich ohne sie alle machen würde. danke!


genau in diesem moment auf der terrasse, entschied ich mich dafür, diese zeilen zu schreiben. um sie zu teilen und dass ich mich immer wieder an dieses gefühl - genau von vorhin - zusammen mit dem warmen sonnengefühl auf der haut, erinnern kann, wenn ich sie nochmals lese. ich konserviere so meine jetzigen emotionen...

in den vergangenen zwei jahren habe ich oder besser WIR so vieles erlebt; negatives aber auch viel positives. alles aber hat uns zu diesem moment heute geführt und deshalb hat sich ALLES "gelohnt". zusammen mit dem gefühl des "neugeboren seins" möchte ich auch die vergangenen gedanken und gefühle ablegen und ad acta legen.


von meiner lieben mama wurde mir mit auf den weg gegeben dass wir heute leben. nicht morgen oder gestern, sondern HEUTE. alles vergangene ist geschehen und lässt sich nicht mehr ändern und alles kommende wird geschehen, ob wir wollen oder nicht. wir können es nicht oder nicht mehr ändern... wie recht sie doch damit hat [wie fast immer☺].

nein, es ist sehr schwierig, diese - doch recht simple - tatsache zu leben. ich nehme es mir wirklich vor und versuche es meinen kindern vorzuleben, aber ertappe mich selbst immer wieder dabei, mir über vergangenes oder zukünftiges gedanken zu machen. aber wofür...?

bereits meine fünfjährige tochter emilia macht sich solche. sie [und somit wir alle] befinden uns seit donnerstag in quarantäne, weil emilia letzten dienstag - ein einziges mal - mit dem schulbus zu einer freundin fahren durfte.

heute stand sie vor mir und sagte: "ach, wäre ich doch nicht mit dem schulbus gefahren, dann könnte ich jetzt in den kindergarten...". erst als ich ihr die positiven folgen der quarantäne [papa zuhause, zeit als familie, draussen spielen und die sonne geniessen...] aufzählte, meinte sie: "ah ja, du hast ja recht. so schlimm ist es gar nicht..."

gut, zumindest eine einsicht, auch verstehe ich emilias frust durchaus, stelle mir aber die frage, warum bereits emilia sich solche gedanken macht...? zumal ich und marc nie etwas in dieser richtung erwähnt haben.


es ist wahrscheinlich einfach menschlich, sich gedankenkonstrukte über vergangenes und zukünftiges zu bilden, aber gedanken machen unsere welt. davon bin ich felsenfest überzeugt.

ich beziehe mich nochmals auf meine diagnose ms. als ich mich nach der diagnose in meiner blase voller mitleid und zukunftsängste befand, waren meine gedanken nicht gerade positiv. mit der zeit und durch viele gespräche wurde mir bewusst, dass es so nicht weitergehen kann. ein satz weckte mich dann endlich auf. "nathalie, möchtest du leben?"

natürlich möchte ich leben!! ich möchte mein leben geniessen und tanzen können! also musste ich diesen ersten schritt dafür gehen: stelle deine gedanken um! das tat [oder besser TUE] ich seither. meistens gelingt es mir, und wenn nicht, werde ich von lieben menschen daran erinnert. fazit ist, dass es sich definitiv besser leben lässt seither.

in meinem ersten blog zitierte ich meine beiden lieblingszitate. diese beziehen sich auf unsere gedanken und auf deren auswirkungen. es ist eine lebenseinstellung von mir geworden und sie hilft mir, durch nicht alzu helle und warme tage. diese einstellung möchte ich auch meinen kindern mit auf ihren weg geben und sie mit euch teilen.


da mir der "think positiv" schritt meist gut gelingt, steht also ein weiterer schritt an, der mit unseren gedanken zusammenhängt: im "jetzt und hier" zu leben und vorallem zu denken...

es wird wohl eher eine wanderung, ich bin aber guter hoffnung, dass ich die bergspitze eines tages erreichen werde...


danke fürs lesen.


nathalie

“all that we are is the result of what we have thought. the mind is everything. what we think we become.” buddha


"watch your thoughts; for they become words. watch your words; for they become actions. watch your actions; for they become habits. watch your habits; for they become character. watch your character for it will become your destiny." frank outlaw



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